Der Laden · Im Alten Gutshof
Ein kleiner Laden im Hof, freitags von 14 bis 21 Uhr: Dinge fürs Draußensein, für den Abend am Feuer, für die Vorratskammer — und Sachen zum Wohnen, die man sonst lange sucht.
Was der Laden führt
Der Laden im Hof →Feuerstellen und Grills von höfats: zwei Ingenieure, seit 2014, Edelstahl und Cortenstahl. Genau die Sorte Gegenstand, für die dieser Ort der richtige Rahmen ist: Sie funktionieren draußen, sie halten lange, und man sieht ihnen an, warum sie so aussehen.

Der Korb hat eine Innen- und eine Außenschale. Beim Anzünden teilt sich die Luft: Der größere Teil zieht von unten durch die Ascheschale und erhitzt das Holz. Der kleinere steigt zwischen den beiden Schalen auf, wird dabei warm und tritt oben durch einen Lochkranz wieder ein.
Dort brennt ein zweites Mal, was beim ersten Mal übrig bleibt. Deshalb steht über dem Rand eine helle Flamme statt eines Schwelens — und deshalb sieht man dem Gerät an, warum es diese Form hat.
Der Hersteller nennt das Ergebnis bei Verwendung von Pellets eine rauchfreie Flamme.Fremd belegt · Aussage des Herstellers
Die zweite Ebene des Ladens ist eine Küche. Was hier ins Glas kommt, wächst zweihundert Meter weiter — und wartet dann, bis es so weit ist: Fermentiertes, Kräuter, Essige, Salze, Sirupe.
Der Name sagt den Rhythmus. Im Frühjahr Bärlauch und junge Kräuter, im Sommer Beeren und Blüten, im Herbst Kraut, Rüben und Bohnen, im Winter das, was steht. Das Regal wechselt viermal im Jahr, und was ausverkauft ist, kommt wieder, wenn die Jahreszeit wiederkommt.
Ein Feuer im Hof und ein Glas aus der Vorratskammer sind derselbe Gedanke in zwei Formen: Beides braucht Zeit, und beides schmeckt nach dem Ort. Wer freitags eine Feuerschale abholt, nimmt das Kraut dazu mit.
Und es ist die Verbindung ins Weincafé: Was dort auf den Tisch kommt, steht hier im Regal.
Lebendig: Kombucha, Kefir, Sauerteig — im Bügelglas, mit Ansatzdatum.
Gereift: Miso, Tempeh, eingelegtes Gemüse nach Jahreszeit.
Getrocknet und angesetzt: Kräuter im Bund, Teemischungen, Essige, Öle, Salze.
Jedes Glas trägt ein Etikett mit dem Ansatzdatum. Das Datum ist die halbe Ware — es sagt, wie lange etwas Zeit hatte.
Über allem, was hier sonst noch im Regal liegt, steht eine Regel: Es muss mit Wohnen zu tun haben, und man muss es woanders lange suchen.
Das ist der Grund, warum ein Laden an einem Ort steht, an dem Häuser geplant werden. Wer hier ein Haus plant, sucht ohnehin: nach einem Buch, das eine Frage beantwortet, nach einem Grundriss zum Anfassen, nach einem Gegenstand, der zeigt, wie etwas gemacht ist.
Bildbände, Handwerksbücher, Standardwerke — und ein Antiquariatsregal für die Titel, die es neu nicht mehr gibt.
Die Auswahl ist die eines Planungsbüros, nicht die einer Buchhandlung: Was hier steht, haben wir bei der Arbeit in der Hand gehabt. Holzbau, Umbau im Bestand, Grundrisse, Gärten, Handwerk, Wohnen in Gemeinschaft. Zu jedem Buch gehört ein Satz, warum es hier steht — an der Kante des Regalbodens, mit Bleistift auf Karton.
Ausgelaufene Sets, Häuser im Maßstab, einzelne Steine in Farben, die es nicht mehr gibt. Ein Haus, das man in die Hand nehmen kann — an einem Ort, an dem Häuser geplant werden.
Der Bereich hat zwei Kundschaften, und beide kommen ohnehin in den Hof: Sammler, die ein bestimmtes Set suchen, und Familien, die nach dem Kindertheater noch eine Runde durch den Laden gehen. Auf dem Tisch liegt eine Kiste offener Steine, an der gebaut werden darf, solange die Eltern schauen.
Und manches Set hat hier einen eigenen Abend. Das Mondauto liegt im Regal, die Astroabende laufen im Hof — wer im November mit dem Teleskop nach oben sieht, kann das Fahrzeug danach in die Hand nehmen.
Was draußen steht und draußen bleibt: Werkzeug, Gefäße, Leuchten, Textil für kühle Abende. Der Bereich füllt sich mit dem, was sich im eigenen Gebrauch bewährt.
Wolle, Holz und Handwerk, möglichst aus der Nachbarschaft. Die Regale im Hof zeigen den Anfang.
Der Laden hat ein Lager und bestellt auch für kurzfristige Nachlieferung zur Abholung. Was Sie brauchen, geht mit — und Sie holen es im Hof ab, wenn Sie ohnehin vorbeikommen.
Wer hier plant
additional spaces ist ein Planungsbüro im Alten Gutshof in Ingelheim. Wir planen, entwerfen, steuern und moderieren; gebaut wird von Betrieben, finanziert wird von Dritten — wir bleiben auf der Seite derer, die hier einmal wohnen.
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