01Bauherren 02Kommunen 03Unternehmen 04Gastgeber 05Arbeiten 06Investoren 07Träger

Massives Holz, im Werk gefertigt · vor Ort montiert

Massive Holzebenen und starke Wände tragen.
Alles andere ist frei.

Im üblichen Wohnungsbau tragen die Wohnungstrennwände — deshalb lässt sich eine Wohnung kaum ändern. Im höhenhaus wirken zwei Konstruktionsschichten zusammen. Der primäre Bau trägt und alles, was eine Wohnung ausmacht, ist veränderbar.

die ArchitekturDie Bauweise
Ein Weg durch einen Buchenwald im Gegenlicht: links die glatten Stämme alter Buchen, über dem Weg schließt sich das Laub zu einem Gang, am Boden Moos und altes Laub.

Dieselbe Konstruktion

Was sie für wen bedeutet.

Das Bausystem steht. Wie damit gebaut werden kann, ist frei.

Die Terrasse vor dem Erdgeschoss: Holzdielen, links eine schwarz gerahmte Schiebetür, davor ein Beet mit Gräsern und Stauden hinter einem Rankgitter; rechts ein Baum auf der Wiese, darüber die weit auskragende Ebene im Laubschatten.

01

Bauherren

Luftbild über den Ortskern: zwischen den Ziegeldächern der Nachbarhäuser liegt ein flacher, dicht bewachsener Bau in derselben Höhe; dahinter reicht der Ort weiter bis an die bewaldeten Hänge.

02

Kommunen

Das Haus am Hang von außen: über einem Sockel aus Bruchstein drei Ebenen mit weißen Brüstungsbändern, bepflanzten Trögen und berankten Gittern; unter der ersten Ebene ein Stellplatz, davor spielen zwei Kinder mit einem Ball.

03

Unternehmen

Eine überdeckte Terrasse zwischen zwei Einheiten: links hinter der Glastür ein Bad mit freistehender Wanne, daneben eine Wand aus Holzlattung, rechts eine hängende Liege mit Kissen und davor ein runder Pool im Boden; dahinter die Dächer des Orts.

04

Gastgeber

Ein Arbeitsraum auf derselben Ebene: zwei Schreibtische mit Buerostuehlen vor einer raumhohen Glaswand zum Hof, dahinter eine Backsteinfassade; rechts eine Sitzgruppe mit Ledersofa und Sessel unter einer weissen Rippendecke.

05

Arbeiten

Das Haus von der Wiese aus im Abendlicht: drei Ebenen mit weißen Brüstungsbändern, bepflanzten Trögen und roten Wandfeldern, im Vordergrund ein großer Baum.

06

Investoren

Der Bestandsbau aus Bruchstein mit steilem Giebel und Metalldach, links und rechts die neuen Wohnebenen mit weißen Brüstungsbändern und bepflanzten Trögen; davor ein gepflasterter Weg und die Wiese, auf der Fassade die Schatten eines Baums.

07

Träger

Ein Wohnraum unter der sichtbaren Rippendecke aus Holz: links eine Liege aus Stahlrohr und Leder, in der Mitte ein Glastisch auf einem Teppich, rechts ein dunkles Ledersofa vor blauer Wand; dahinter eine raumhohe Schiebetürwand zur überdeckten Ebene mit Holzdielen und Blick auf die Lattung der Nachbareinheit.

01

Material und Aufbau

Massive Holzebenen, wenige Wandscheiben, sichtbares Holz.

Massives Holz, ergänzt um natürliche Stoffe und Glas. Die tragenden Holzebenen werden selbst zum Boden.

Tragendes Holz kann sichtbar bleiben

Die tragenden Decken und Wände können außen sichtbar werden.

Der Garten auf der Ebene

Die Konstruktion für Wasserhaltung und Substrat ist im Bodenaufbau präzise integriert. Überschüssiges Wasser wird verlässlich abgeleitet.

Stein unten, Holz oben

Unter dem Holzbau ist immer Luft. Entweder als trockener Bestand, auf dem er aufliegt, als offene Ebene für Elektroautos, aus der die Bäume nach oben wachsen oder als trockener massiver Keller. Wo der Übergang fließen soll ist das Gelände modelliert.

Der Ausbau

Der Ausbau kann frei gestaltet werden. Oberflächen können glatt oder gegliedert sein. Material und Farbe sind vollständig flexibel.

Eine überdeckte Terrasse zwischen Wohnraum und Garten: links die Glastür in den Wohnraum neben einer Lattenwand, in der Mitte eine helle Wandscheibe aus Brettsperrholz, rechts der Blick auf die Nachbardächer und ein Sessel im Grünen. Der Durchgang zwischen zwei Bauteilen: helle Wandscheiben und Decken aus Brettsperrholz, links die Glastür in den Wohnraum, rechts ein junger Baum und ein Beet; hinten führt der Weg weiter auf eine Rasenfläche. Der Weg unter der ersten Ebene: eine gedeckte Passage auf Holzdielen, links bepflanzte Brüstungen, rechts raumhohe Fenster der Wohnungen, darüber die vorspringenden Ebenen im Abendlicht. Ein Wohnraum unter der weiß gestrichenen Rippendecke: links eine schwarze Liege aus Stahlrohr und Leder, rechts ein dunkles Ledersofa vor blauer Wand, dazwischen ein Glastisch auf einem Teppich; die raumhohe Schiebetürwand steht offen zur Terrasse.

Was trägt, ist gewachsen. Massives Holz, ergänzt um natürliche Stoffe und Glas — seine gewachsene Zeit bleibt im fertigen Bau gegenwärtig, als Wärme, die man sieht und spürt.

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Ein Wohnraum unter der Rippendecke aus massivem Holz: links ein blaues Sofa vor blaugrauer Wand, dahinter eine schwarze Treppe und ein verglaster Aufzug, in der Mitte eine terrakottafarbene und rechts eine blassgrüne Wandscheibe, dazwischen Glastüren ins Freie.

02

Zwei Schichten und die Koppler

Was trägt, bleibt. Was den Zuschnitt macht, ist versetzbar.

Eine Schicht bleibt und gibt Halt, die andere ist veränderbar. Verbunden durch eigens entwickelte Koppler.

Die tragende Schicht macht zwei Dinge zugleich: Scheiben und Decken aus massivem Holz sind das Tragwerk und die Bodenordnung in einem. Der Ausbau steht davon getrennt und greift in vorbereitete Anschlüsse — er lässt sich öffnen, ohne das Tragwerk anzurühren.

Was sich ändern lässt, muss nicht ersetzt werden. Die Koppler sitzen genau dort, wo Veränderung ansetzt: an Grenzen, Zugängen und Anschlüssen. Das Tragwerk bleibt, während sich alles andere neu ordnet.

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Getrennt gebaut heißt getrennt zu lösen. Primärstruktur und Sekundärschicht sind über sichtbare Verbindungen gekoppelt. Sie lassen sich öffnen, ohne das Tragwerk anzurühren.

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Zwei Schichten heißen zwei Zeitpläne. Das Tragwerk steht, während der Ausbau noch geplant wird — das entzerrt die Baustelle.

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Ein überdeckter Weg auf der Ebene: links Stützen und die Decke aus Brettsperrholz über Holzdielen, rechts eine weiße Brüstung und eine terrakottafarbene Wandscheibe mit raumhoher Verglasung; in der Decke eine Öffnung zum Himmel, über der Brüstung bepflanzte Tröge.

03

Regel und Maß

Die Fügung wiederholt sich, die Geometrie ist frei. Dieselben Anschlüsse, dieselben Toleranzen, dieselben Bauteile — und darauf ein Grundriss, der sich nach dem Ort richtet. Genau diese Wiederholung macht die Vorfertigung möglich.

Die Regel ist der Grund für den Preis. Was sich wiederholt, lässt sich vorfertigen. Was jedes Mal neu entwickelt wird, kostet jedes Mal neu.

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Feste Regeln machen Bauteile wiederholbar. Was sich wiederholt, lässt sich auch wieder ausbauen und an anderer Stelle einsetzen.

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Der Ausbau beginnt: an der linken Ebene sitzen die ersten Verglasungen und weißen Brüstungsbänder, eine Leiter steht an der Fassade; der Vorplatz ist gepflastert.

04

Vorfertigung und Montage

Was im Werk entsteht und was auf dem Platz — in zehn Bildern.

Nahezu alles entsteht im Werk: tragende Module, Fassaden, Technik, Ausbau.

Die Montage

Der alte Bruchsteinbau bleibt stehen und bekommt eine neue Aufgabe: einfache Gemeinschaftsräume und Treppen mit Aufzügen. Gebaut werden muss wenig, das Klima bleibt einfach: der Ringanker, ein Geschoss in Beton, Dach und Fenster — dann ist der Bestand fertig. Was dann entsteht, folgt einer anderen Logik: Brettsperrholz aus dem Werk, angeliefert und trocken gestellt. Moderner Komfort und hohe Präzision. Zwei Arten zu bauen an einem Ort.

Auf dem Grundstück wird montiert, nicht hergestellt. Was im Werk entsteht, entsteht unter gleichbleibenden Bedingungen — das macht den Ablauf planbar und die Bauzeit kurz.

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Der Bruchsteinbau im Gerüst auf dem Bauplatz: auf der obersten Decke stehen Schalung und Bewehrung für den Ringanker, zwei Leute arbeiten daran. Ringsum liegen die Streifenfundamente im aufgeschütteten Boden.Derselbe Bau mit fertigem Giebel und Stehfalzdach; das Gerüst steht noch, zwei Leute arbeiten auf dem Dach. Die Fenster sitzen, die Fundamente ringsum liegen frei.Auf den Fundamenten links und rechts stehen die ersten Wandscheiben aus Brettsperrholz, mit Schrägen abgestützt; davor Paletten mit Bauteilen, zwei Leute richten eine Scheibe aus.Auf den Wandscheiben liegt die erste Deckenplatte und kragt weit aus; auf ihr steht ein Geländer, Leute arbeiten darauf. Unter der Decke ist der offene Grund schon zu sehen.Auf der ersten Ebene stehen die nächsten Wandscheiben, wieder abgestützt; der Vorgang wiederholt sich Geschoss für Geschoss.Die zweite Deckenplatte liegt, mit Geländer und Materialpaletten darauf; der Holzbau hat die halbe Höhe des Steinbaus erreicht.Auf der dritten Ebene stehen die letzten Wandscheiben, eine Leiter führt hinauf; der Rohbau reicht jetzt an die Traufe des Bestands.Der Rohbau steht in voller Höhe: drei Ebenen aus Holz links und rechts des Steinbaus, auf jeder Ebene ein Geländer und Leute bei der Arbeit.Der Ausbau beginnt: an der linken Ebene sitzen die ersten Verglasungen und weißen Brüstungsbänder, eine Leiter steht an der Fassade; der Vorplatz ist gepflastert.Das fertige Haus im Abendlicht: der Steinbau in der Mitte, links und rechts die Ebenen aus Holz mit weißen Brüstungen und raumhoher Verglasung, davor die Wiese.
Ein überdeckter Weg zwischen den Wohnungen: Boden, Stützen und Decke aus Holz, links eine Öffnung zum Himmel, rechts eine Wand aus Holzlattung mit einem Sessel und einem Beistelltisch, dahinter die raumhohen Schiebetüren der Wohnungen und Pflanzkübel.

05

Bauphysik

Wärmeschutz und Kühlung, Schallschutz und Brandschutz, Feuchte und Wasserdampf — alle physischen Fragen sind mit der Schichtung des Aufbaus gelöst.

Die Schichtung ist die Essenz: schwere und leichte Bauteile sind genau entlang der physischen Wahrheiten angeordnet. Die konstruktive Masse des höhenhauses macht seinen Brandschutz und ist Basis für den hohen Schallschutz. Sie wirkt auf den Feuchtigkeitsausgleich und den Temperaturausgleich. Die leichten Dämmschichten minimieren den Durchgang von Wärme und Schall — in beiden Richtungen. Für Luft sind die Wege genau dort geschlossen oder offen, wo sie es sein müssen.

Das höhenhaus ist ein synergetisches System. Seine Physik ist die Grundlage seiner Lebendigkeit: die hölzernen Ebenen können nach außen laufen, weil die Schichtung des Baus sie befreit.

Massives Holz arbeitet zweimal. Es trägt, und es speichert — Wärme im Winter, Trägheit an heißen Tagen. Was der Aufbau leistet, muss die Anlage nicht leisten.

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Schwellenlos ist eine Frage des Aufbaus. Wo der Bodenaufbau von Anfang an dafür gerechnet ist, braucht es später keine Rampe.

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Ein Weg zwischen grünen Wandscheiben: zwei verzinkte Rohre laufen offen an der Wand nach oben, davor ein Gitter mit Ranken; darüber die Decke aus Brettsperrholz, rechts eine Öffnung zum Himmel.

06

Technik im Hintergrund

Im Winter warm, im Sommer kühl — ohne Gerät und ohne Zutun.

Vorgefertigt als Modul, gemeinschaftlich organisiert: Energie, Luft, Wärme, Wasser.

Erreichbarkeit ist Konstruktion, nicht Zubehör. Dass jede Ebene ohne Stufe erreichbar ist, wird nicht nachgerüstet — es ist im Aufbau angelegt, samt der Technik, die dazugehört.

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Ein eigener Hof, offen zum Himmel: in der Mitte ein junger Baum in einem Beet im Dielenboden, links die raumhohe Schiebetürwand zum Wohnraum mit einem Fahrrad dahinter, rechts ein Sessel, ein kleiner Tisch und ein hölzernes Schaukelpferd.

07

Zwischenräume und Kreisläufe

Was die Schicht davor leistet, und was nachwächst.

Wintergärten und Eingänge hinter der äußeren Verglasung liegen im warmen Zusammenhang.

Holz wächst nach; geteilte Technik erhöht die Wirksamkeit; spätere Veränderungen sind eingeplant.

Die Ecke des Hauses neben einem Giebel aus Bruchstein: drei Ebenen mit weißen Brüstungen, über die Tröge wächst Grün bis zur nächsten Ebene; unter der untersten Ebene ein offener Durchgang.

08

Jedes Material an seinem Platz

Was in die Erde geht, bleibt mineralisch; was trägt, ist Holz.

Ein Höhenhaus ist ein Holzbau mit einer klaren Arbeitsteilung: Was in die Erde geht, bleibt mineralisch; was darüber trägt, ist Holz. Das ist der Normalfall im Holzbau — und es ist der Grund, warum jede Ebene so weit spannen und so frei bleiben kann.

Jedes Material dort, wo es am längsten hält. Was in die Erde geht, bleibt mineralisch; was darüber trägt, ist Holz. Kein Bauteil arbeitet gegen seine Natur.

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Wer hier plant

additional spaces ist ein Planungsbüro im Alten Gutshof in Ingelheim. Wir planen, entwerfen, steuern und moderieren; gebaut wird von Betrieben, finanziert wird von Dritten — wir bleiben auf der Seite derer, die hier einmal wohnen.

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Entwurf v20.95